Sig-Tex

 

 

Die Innovation im Bereich Schutztextilien

Aramide und Modacrylmischungen in Signal Gelb - Orange - Rot

Die Kombination aus Warn- und Hitzeschutz

 

Bisher bestand das Problem, dass Funktionen wie Flamm- und Hitzeschutz, sowie Warnwirkung nicht in befriedigender Weise in einem Textil vereint werden konnten.

Es ist uns nun gelungen, durch ein spezielles Färbe- und Ausrüstungsverfahren, die fluoreszierenden Farben: Leuchtorange u. Leuchtrot auf Modacrylmischung, nach den Anforderungen der EN 471:2003darzustellen.

Des Weiteren lassen sich nun ebenso textile Flächengebilde aus Aramiden mit diesem Verfahren in den Farben: fluoreszierendes Leuchtgelb, Leuchtorange u. Leuchtrot herstellen, die ebenfalls die EN 471:2003 erfüllen.

Die schwer entflammbaren Fasern bzw. Garne aus Aramiden oder Modacrylmischungen (z.B. Modacryl / Baumwolle) konnten bisher nur zum Teil in ausreichender Form in fluoreszierenden Farben nach den Anforderungen der EN 471:2003 (Warnbekleidung) bezüglich Farbort und Leuchtdichtefaktor gefärbt werden. Bisher erfüllt nur eine Ausfärbung in Leuchtgelb auf einer Modacrylmischung diese Bedingungen.

Durch bestimmte Warenkonstruktionen und Veredlung, können unsere Textilien folgende weitere Normen erfüllen:

- EN 340 Schutzkleidung Allgemeine Anforderungen

- EN 470-1 Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

- EN 471 Warnbekleidung

- EN 531 (A, B1, C1, E1) Schutzkleidung für hitzeexponierte Arbeiter

- EN 1149-1/3 Elektrostatische Eigenschaften - Oberflächenwiderstand

- EN 13034 Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien Typ 6

- ENV 50354 Störlichtbogen

Die Fa. Sig-Tex produziert Webwaren, sowie Wirk- und Strickwaren speziell nach Kundenanforderungen

Gerne stehen wir Ihnen für Anfragen oder nähere technische Auskünfte jederzeit zu Verfügung.

 

Ihr Sig-Tex Team

 

Nachfolgend finden Sie eine ausführlichere Beschreibung der im Text angeführten Normen:

EN 470-1 und A1 Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

In dieser Norm werden die allgemeinen Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für die Schutzkleidung für Personen die beim Schweißen und bei verwandten Verfahren mit gleicher Gefährdung ausgesetzt sind.

Diese Schutzkleidung schützt den Träger gegen kleine Metallspritzer, gegen kurzen Kontakt mit Flammen und gegen Ultraviolettstrahlen. Sie kann ohne Unterbrechung bis zu 8 Stunden bei Umgebungstemperatur getragen werden.

Die wesentlichen Teilprüfungen sind die Prüfungen nach EN 532 "Flammausbreitung" und die EN 348 "Beständigkeit gegen kleine Spritzer geschmolzenen Metalle". Weiter wird die Anordnung, Ausführung und Abdeckung der Taschen, wenn sie vorhanden sind, vorgeschrieben. Kennzeichnung: Piktogramm für Schutzkleidung gegen Hitze und Flammen, einschließlich der Nummer dieser Europäischen Norm.

 

EN 471 Warnbekleidung

Diese Norm legt die Anforderungen für Warnkleidung fest, welche die Anwesenheit des Trägers visuell signalisiert, mit der Absicht, ihn in gefährlichen Situationen bei allen möglichen Lichtverhältnissen am Tag sowie beim Anstrahlen mit Fahrzeugscheinwerfern in der Dunkelheit auffällig zu machen. Es sind Leistungsanforderungen an die Farbe und die Retroreflekion festgelegt, wie auch an die Mindestflächen und die Zuordnung der Farben.

 

Definition:

Hintergrundmaterial: Buntes (orange, gelb oder rot) fluoriszierendes Material.

Retroreflekierendes Material: Rückstrahlendes Material.

 

Schutzklassen:

Warnkleidung ist in drei Klassen eingeteilt (Klasse 3 höchste Stufe - Klasse 1 niedrigste Stufe). Jeder Klasse ist einer Mindestfläche an Hintergrundmaterial und Retroreflektion zugeordnet.

Abhängig von der Dauer des ständigen Aufenthalts der Person im gefährdenden Bereich ist die Schutzklasse der Warnkleidung auszuwählen.

Für das Design der Schutzkleidung gilt generell, dass außer bei einem Überwurf, das Hintergrundmaterial den Rumpf, die Ärmel und die Hosenbeine horizontal umschließen muss.

Kennzeichnung: Piktogramm für Warnkleidung (Warnweste). Daneben gibt die Zahl die Klasse für die minimale Fläche des Hintergrundmaterials (obere Zahl) und die minimale Fläche des Reflektionsmaterials (untere Zahl) an, einschließlich der Nummer dieser Europäischen Norm.

EN 531 Schutzkleidung für hitzeexponierte Arbeiter

Diese Norm legt die Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für die Schutzkleidungsmaterialien fest und gibt Empfehlungen für die Ausführung der Kleidung, sofern notwendig. Sie ist für den Schutz der Arbeiter gegen kurzen Kontakt mit Flammen und wenigstens einer Art Hitze vorgesehen. Die Hitze kann konvektiv, strahlend oder durch große flüssige Metallspritzer verursacht auftreten, oder auch als eine Kombination dieser Formen auftreten.

Leistungsanforderungen:

- Begrenzte Flammausbreitung (Code-Buchstabe A, eine Klasse)

- Konvektive Hitze (Code-Buchstabe B, 5 Klassen)

- Strahlungs Hitze (Code-Buchstabe C, 4 Klassen)

- Flüssige Aluminium Spritzer (Code-Buchstabe D, 3 Klassen)

- Flüssige Eisen Spritzer (Code-Buchstabe E, 3 Klassen)

Kennzeichnung: Piktogramm für Schutzkleidung für hitzeexponierte Arbeiter und der Angabe der Leistungsstufen für Eigenschaft A und mindestens einer der weiteren Eigenschaften, B bis E. Jedem Buchstaben von B bis E folgt die Klassenzahl, die der erreichte Leistungsstufe entspricht.

Eine Schutzbekleidung gemäß EN 531 schützt den Träger gegen Einwirkung von Hitze und Flammen je nach gekennzeichneten Leistungsstufen.

Bei Schutzbekleidung die nach EN 531 zertifiziert sind, müssen alle Außenmaterialien oder Kleidungszusammenstellungen die Leistungsstufe Index 3 nach EN 533 erfüllen. Es reicht nicht, wenn nur ein Teil der Materialkombination (z.B. Futter) den Index 3 erfüllt.

Gestalterische Anforderungen an die Schutzbekleidung für hitzeexponierte Arbeiter bzw. die Klassifizierung unterschiedlicher Gewebeparameter legt die EN 531 fest. Mit deren Hilfe kann nach entsprechender arbeitsspezifischer Risikoanalyse eine passende Hitzeschutzbekleidung ausgewählt werden.

Erläuterung Eine Schutzbekleidung gemäß EN 531 beschreibt einen wesentlich höheren Schutz. Der hier festgelegte Schutz wird durch eine zweistufige Klassifizierung definiert. Durch eine Gruppe von Buchstaben wird die Risikoart, durch Ziffern die Risikointensität, beschrieben.

A: Diese Klassifizierung ist für Schutzbekleidung gemäß EN 531 zwingend vorgesehen und muss dem Index 3 gemäß EN 533 entsprechen.

B: Schutz bei konvektiver Hitze (direkte Flammeinwirkung) wobei Dämmung des Hitzedurchgangs in fünf Leistungsstufen (1 gering, 5 hoch) eingeteilt wird.

C: Schutz bei Strahlungshitzeeinwirkung (4 Leistungsstufen)

D: Schutz bei der Einwirkung von heißen, flüssigen Aluminiumspritzern (3 Leistungsstufen)

E: Schutz bei der Einwirkung von heißen, flüssigen Eisenspritzern (3 Leistungsstufen)

Schutzbekleidung gemäß EN 531 muss mindestens die Risikoarten A + eine von B - E erfüllen.

Die korrekte Kennzeichnung lautet z.B. EN 531 A, B1, C2, E1 und steht unter den Piktogramm mit einer Flamme.

EN 531

A B1 C2 E1

Achten Sie daher bei Kauf von Hitzeschutzbekleidung für hitzeexponierte Arbeiter darauf, dass die oben beschriebene Kennzeichnung durchgeführt ist.

Fazit: Wird Schutzbekleidung, die nur nach EN 533 gekennzeichnet ist, in einem Arbeitsbereich getragen, in dem eine mögliche Gefährdung durch Hitze und /oder Flamme besteht, ist der gesetzlich vorgeschriebene Schutz nicht gewährleistet.

EN 1149-1 Elektrostatische Eigenschaften - Oberflächenwiderstand

Diese Norm legt für elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung die elektrostatischen Anforderungen zur Vermeidung von zündfähigen Entladungen und die entsprechenden Prüfverfahren fest. Elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung, besteht aus einteiligen oder Zweiteiligen Anzügen, muss stets in der Lage sein, den Körper sowie die Arme und Beine zu bedecken. Die Kleidung ist so zu gestalten, dass die Ladung durch Kontakt der leitfähigen Teile des Kleidungsstoffs mit der Haut, z.B. an Nacken und Handgelenken, abfließen kann.

Im wesentliche unterscheidet man homogenes und inhomogenes Material.

Homogenes Material ist Material bei dem sich die elektrischen Eigenschaften der Bestandteile nicht wesentlich voneinander unterscheidet. Inhomogenes Material ist Material das geringe Mengen leitfähiger Fäden enthält, die vereinzelt gitterförmig im Material verteilt sind.

Aus meßtechnischen Gründen ist das Prüfverfahren nach EN 1149-1 nur für homogenes Material anwendbar.

Da speziell viele neuentwickelte Materialien inhomogene Materialien sind und diese nicht nach der EN 1149-1 geprüft werden können, wurde vom Sächsischen Textilforschungsinstitut e.V. in Chemnitz ein neues Prüfverfahren für diese Materialart entwickelt. Dieses Prüfverfahren wird durchgeführt mit der Ladungszerfall-Halbwertszeit t50 nach der Influenz-Entlade-Methode des STFI und ist von Experten als Prüfanforderung für diese Materialart bestätigt worden.

Derzeit wird an einem neuen, zusätzlichen 3ten Teil dieser Norm gearbeitet. In diesem Teil wird dieses neue Prüfverfahren zur Klassifizierung von elektrostatisch ableitfähigem Material zugelassen werden. Die so geprüften inhomogenen Materialien müssen bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der EN 1149-3 als in "Anlehnung an EN 1149-1" gekennzeichnet werden. Kennzeichnung

EN 13034 Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien Typ 6

Diese Norm legt die Mindestanforderungen an flüssigkeitsdichte, wiederverwendbare Chemikalienschutzanzüge und solche zum begrenzten Einsatz (Typ 6) fest. Sie bieten dort eingeschränkten Schutz gegen die Einwirkung von flüssigen Aerosolen, Spray und leichten Spritzern, wo das Risiko einer chemischen Einwirkung als gering bewertet wurde und die Art der möglichen Exposition, Spray, Nebel usw. als geringes Risiko definiert ist.

Solche Kleidungsstücke können Schutzkleidungen für den gesamten Körper wie einteilige Overall oder zweiteilige Anzüge mit oder ohne Haube oder Sichtscheibe, mit oder ohne Füßlinge oder Überschuhe sein, und sie können mit oder ohne Atemschutzausstattung getragen werden.

Leistungsstufen für das verwendete Material

- Abriebfestigkeit [6 Leistungsstufen]

- Weiterreißfestigkeit [5 Leistungsstufen]

- Berstfestigkeit [5 Leistungsstufen]

- Flüssigkeitsabweisung [3 Leistungsstufen]

- Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten [3 Leistungsstufen]

- Widerstand gegen Entflammung

 

Leistungsanforderung für Nähte

- Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten

- Nahtfestigekeit [5 Leistungsstufen]

Kennzeichnung: Piktogramm für Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien und dem Typ der Chemikalienschutzkleidung z.B. Typ 6

ENV 50354 Störlichtbogen

Hierbei handelt es sich um eine aktuelle Entwicklung, bei der sich sowohl die geeigneten Prüfverfahren, Schutzkleidungssysteme, sowie die Norm und Zertifizierung vor dem Abschluss befinden. Dies wird auch dadurch dokumentiert, dass vor der Normangabe der Buchstabe "V" gesetzt wird. Diese zeigen an, dass es sich hier um eine "Vornorm" handelt.

Die Schutzkleidung wird bei Arbeiten unter Spannung (Niederspannungsbereich bis 1000V) benötigt, wobei die Gefährdung nicht durch den Kontakt sondern durch elektrische Kurzschlüsse entsteht und dadurch sehr energiereiche so genannte Störlichtbogenflammen entstehen. Der daraus resultierende Feuerball (Flammen, Hitzestrahlung und heiße teilweise glühende Metallspritzer) wirkt explosionsartig nur kurz (0,5 s), kann aber sehr energiereich sein. Die Flammentemperatur kann dabei bis zu 9000°C erreichen.

Auch hier gibt es 2 Leistungsstufen. 7kA (Klasse2) und 4kA (Klasse1) die mit der Norm genannt werden müssen.